Schnurbaum
Kirchhof Kerzers
© Arbeitsgruppe Schnurbaum der Kirchgemeinde Kerzers, Pfr. Christoph Bühler; webmaster@schnurbaum.ch

Aktuelles

Arbeitsgruppe Schnurbaum Die Arbeitsgruppe „Schnurbaum“ hat sich nach dem Fällen des Baumes am 01. Dezember zu einer Lagebeurteilung getroffen. Sie liess die vergangenen eindrücklichen Tage Revue passieren und erhielt einen Statusbericht vom Baumfachmann Melch Kümin. Seine Erläuterungen und Erklärungen werden bei der weiteren Arbeit und Planung ihren Platz haben. Die Arbeitsgruppe ist übereingekommen nichts zu überstürzen. Soll ein Baum wieder 150 Jahre im Kirchhof stehen, kommt es nicht auf ein paar weitere Monate an. Der Steingarten, die Glassäule und der Brunnen machen nicht mehr einen besonders guten Eindruck. Die Arbeitsgruppe ist zur Überzeugung gelangt, die Neupflanzung des Baumes im Rahmen eines Gesamtkonzeptes „Gestaltung Kirchhof Kerzers“ zu planen. Dazu werden die Bürgerinnen und Bürger zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Wettbewerbes eingeladen, ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen und Ansichten mitzuteilen. Die Gemeinde und die Gemeindeverwaltung werden sich ebenfalls dazu äussern. Die Vorschläge werden anschliessend in der Arbeitsgruppe mit Fachleuten auf Realisierbarkeit geprüft und dem Kirchgemeinderat vorgelegt. Sie werden darüber rechtzeitig informiert. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe ist auf Ende Februar 2017 festgelegt. Alter des Schnurbaumes Ein Leser dieser Seite hat auf einen Schreibfehler aufmerksam gemacht aus dem sich ein Wortspiel entwickelte: „Ein Baum ist nie Tod, ein Baum ist immer Leben. Hingegen kann ein Baum tot sein“ Wie wahr dieser Satz doch ist und wie schmerzlich dies uns mit dem Fällen des Schnurbaumes bewusst wurde. Das Fällen des Schnurbaumes war ein wenig, als wäre ein guter Freund gestorben. Doch wie alt war denn dieser Freund? Das Auszählen der Jahrringe hat ergeben, dass der Schnurbaum ungefähr 140 Jahre alt war. In den ersten 40 Jahren hat er ca. ein Drittel der Gesamtdicke erreicht, danach wuchs er deutlich langsamer. Die Untersuchung des Holzes hat ergeben, dass der Baum im Gehölz, wie im Wurzelwerk an Pilzbefall litt. Im Gehölz war er von einem Baumpilz befallen, im Wurzelwerk vom Halimasch, einem aggressiven Bodenpilz, der das Wurzelwerk angeschlagener Pflanzen befällt. Er war krank, unser Freund, hätte man noch länger zugewartet, wäre er zu einer nicht verantwortbaren Gefahr geworden. Der Schnurbaum ist Tod, es lebe der Schnurbaum! Am Montag Morgen treffen die Arbeiter am Fusse des noch stolzen Schnurbaumes diese kleine Laterne mit dem Schein einer Kerze an. Es ist niemandem zum Scherzen zu mute. Ruhig und routiniert führen die Mitarbeiter der Firma Kümin ihre Arbeit aus, mit grosser Rücksicht auf die Menschen, die sich im Kirchhof versammelt haben um sich vom Baum zu verabschieden. Acht Stunden später ist Laterne erloschen und beiseite gestellt und der Schnurbaum gefällt! Der Kirchhof ist leer! Eine sinnlose Leere gähnt wo noch vor wenigen Stunden ein prächtiger altehrwürdiger Baum stand. Es ist nicht nur die Lücke im Kirchhof, die schmerzt, besonders die Lücke im Herzen vieler, vieler Menschen von Kerzers, die diesen Baum nicht nur schön fanden, sondern ihn gar liebten. Wie immer, wenn man ein geliebtes Lebewesen verliert, stellt sich die Frage nach dem „wie weiter“. Die Arbeitsgruppe Schnurbaum trifft sich am ersten Dezember um eine erste Auslegeordnung dieser Frage zu machen. Mitteilung an die Anwohner An die Bewohnerinnen und Bewohner des Herresrains Werte Damen und Herren Wie Sie sicher aus der Presse entnommen haben, muss der grosse Schnurrbaum vor der Kirche gefällt werden (mehr dazu finden Sie auf der Homepage „www.Schnurbaum.ch). Diese Aktion erfolgt am Montag, 28. November 2016. Das Fällen dieses mächtigen Baumes verlangt den Einsatz eines grösseren Krans, der neben dem Brunnen bei der Gemeindeverwaltung platziert wird. Das abgeschnittene Material wird im Bereich der obersten Parkplätze der blauen Zone zwischendeponiert und dann gleichentags abtransportiert. Aus diesem Ablauf ergeben sich die folgenden Verkehrseinschränkungen: Der Herresrain ist den ganzen Tag, dh. ab 07.30 bis zirka 18 Uhr nicht durchgehend befahrbar, der Teil im Bereich der Gemeindeverwaltung ist für jeglichen Verkehr gesperrt. Die privaten Parkplätze vom Bijouteriegeschäft bis zur Gemeindeverwaltung sollten den ganzen Tag frei bleiben, ebenso die Parkplätze der blauen Zone. Die unterliegenden Liegenschaften sind den ganzen Tag zugänglich; die Zu- und Wegfahrt muss über die Vordere Gasse erfolgen. Das Kirchgässli ist ebenfalls komplet gesperrt. Wir bedauern diese Unannehmlichkeiten. In dringenden Fällen melden Sie sich bei der Equipe der Baumfäller (M. Kümin, 031 755 49 49). Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und grüssen Sie freundlich. Für den Kirchgemeinderat Präsident Sekretärin P.-A. Sydler A. Civelli

28. November 16, Fällung des

Schnurbaumes

Am 28. November wird nun der Schnurbaum gefällt. Mit einem Grossaufwand an Technik, Knowhow und Gerätschaften wird der stattliche Baum in Stücke gesägt und abtransportiert, dabei wird der Herresrain mindestens teilzeitig gesperrt und der Zugang zum Kirchgemeindehaus erschwert sein. Kirchhof und Kirche können während den Fällarbeiten nicht begangen werden. Im Sinne Hermann Hesses Gedicht „Der Blütenzweig“ wollen wir das Ende des Schnurbaumes begreifen: Der Blütenzweig Immer hin und wider Strebt der Blütenzweig im Winde, Immer auf und nieder Strebt mein Herz gleich einem Kinde Zwischen hellen und dunklen Tagen, Zwischen Wollen und Entsagen. Bis die Blüten sind verweht Und der Zweig in Früchten steht, Bis das Herz, der Kindheit satt, Seine Ruhe hat Und bekennt: voll Lust und nicht vergebens War das unruhvolle Spiel des Lebens. Hermann Hesse

Der Strunk kommt ganz weg

An ihrer Sitzung vom 11. November hat die Arbeitsgruppe beschlossen den Baumstrunk des Schnurbaumes samt Wurzeln zu entfernen. Die Idee aus dem Strunk ein Kunstwerk schaffen zu lassen wurde aus folgenden Gründen verworfen: Das Holz des Schnurbaumes ist grösstenteils krank. Ein Kunstwerk aus krankem Holz hätte nicht lange Bestand und sähe auch nicht befriedigend aus. Ein Kunstwerk aus dem kranken Holz des Schnurbaumes müsste man chemisch behandeln oder mit baulichen Massnahmen, z.B. einem Dach schützen. Diesen Aufwand erachtet die Arbeitsgruppe als zu gross. Ein toter Strunk ist nichts was Leben verheisst, sondern wäre ein bedrückendes Mahnmal, das an dieser Stelle unverhältnismässig viel Raum einnehmen würde. Ein Strunk oder ein Kunstwerk aus dem Strunk könnte einer künftigen Gestaltung der Lücke, die der Schnurbaum hinterlässt, empfindlich im Wege stehen.
Bild: Christoph Bühler
Bild: Katja Bühler
Bild: Brigitte Feldmann
Kirchhof Schnurbaum
© Arbeitsgruppe Schnurbaum der Kirchgemeinde Kerzers, Pfr. Christoph Bühler; webmaster@schnurbaum.ch

Aktuelles

Arbeitsgruppe Schnurbaum Die Arbeitsgruppe „Schnurbaum“ hat sich nach dem Fällen des Baumes am 01. Dezember zu einer Lagebeurteilung getroffen. Sie liess die vergangenen eindrücklichen Tage Revue passieren und erhielt einen Statusbericht vom Baumfachmann Melch Kümin. Seine Erläuterungen und Erklärungen werden bei der weiteren Arbeit und Planung ihren Platz haben. Die Arbeitsgruppe ist übereingekommen nichts zu überstürzen. Soll ein Baum wieder 150 Jahre im Kirchhof stehen, kommt es nicht auf ein paar weitere Monate an. Der Steingarten, die Glassäule und der Brunnen machen nicht mehr einen besonders guten Eindruck. Die Arbeitsgruppe ist zur Überzeugung gelangt, die Neupflanzung des Baumes im Rahmen eines Gesamtkonzeptes „Gestaltung Kirchhof Kerzers“ zu planen. Dazu werden die Bürgerinnen und Bürger zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Wettbewerbes eingeladen, ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen und Ansichten mitzuteilen. Die Gemeinde und die Gemeindeverwaltung werden sich ebenfalls dazu äussern. Die Vorschläge werden anschliessend in der Arbeitsgruppe mit Fachleuten auf Realisierbarkeit geprüft und dem Kirchgemeinderat vorgelegt. Sie werden darüber rechtzeitig informiert. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe ist auf Ende Februar 2017 festgelegt. Alter des Schnurbaumes Ein Leser dieser Seite hat auf einen Schreibfehler aufmerksam gemacht aus dem sich ein Wortspiel entwickelte: „Ein Baum ist nie Tod, ein Baum ist immer Leben. Hingegen kann ein Baum tot sein“ Wie wahr dieser Satz doch ist und wie schmerzlich dies uns mit dem Fällen des Schnurbaumes bewusst wurde. Das Fällen des Schnurbaumes war ein wenig, als wäre ein guter Freund gestorben. Doch wie alt war denn dieser Freund? Das Auszählen der Jahrringe hat ergeben, dass der Schnurbaum ungefähr 140 Jahre alt war. In den ersten 40 Jahren hat er ca. ein Drittel der Gesamtdicke erreicht, danach wuchs er deutlich langsamer. Die Untersuchung des Holzes hat ergeben, dass der Baum im Gehölz, wie im Wurzelwerk an Pilzbefall litt. Im Gehölz war er von einem Baumpilz befallen, im Wurzelwerk vom Halimasch, einem aggressiven Bodenpilz, der das Wurzelwerk angeschlagener Pflanzen befällt. Er war krank, unser Freund, hätte man noch länger zugewartet, wäre er zu einer nicht verantwortbaren Gefahr geworden. Der Schnurbaum ist Tod, es lebe der Schnurbaum! Am Montag Morgen treffen die Arbeiter am Fusse des noch stolzen Schnurbaumes diese kleine Laterne mit dem Schein einer Kerze an. Es ist niemandem zum Scherzen zu mute. Ruhig und routiniert führen die Mitarbeiter der Firma Kümin ihre Arbeit aus, mit grosser Rücksicht auf die Menschen, die sich im Kirchhof versammelt haben um sich vom Baum zu verabschieden. Acht Stunden später ist Laterne erloschen und beiseite gestellt und der Schnurbaum gefällt! Der Kirchhof ist leer! Eine sinnlose Leere gähnt wo noch vor wenigen Stunden ein prächtiger altehrwürdiger Baum stand. Es ist nicht nur die Lücke im Kirchhof, die schmerzt, besonders die Lücke im Herzen vieler, vieler Menschen von Kerzers, die diesen Baum nicht nur schön fanden, sondern ihn gar liebten. Wie immer, wenn man ein geliebtes Lebewesen verliert, stellt sich die Frage nach dem „wie weiter“. Die Arbeitsgruppe Schnurbaum trifft sich am ersten Dezember um eine erste Auslegeordnung dieser Frage zu machen. Mitteilung an die Anwohner An die Bewohnerinnen und Bewohner des Herresrains Werte Damen und Herren Wie Sie sicher aus der Presse entnommen haben, muss der grosse Schnurrbaum vor der Kirche gefällt werden (mehr dazu finden Sie auf der Homepage „www.Schnurbaum.ch). Diese Aktion erfolgt am Montag, 28. November 2016. Das Fällen dieses mächtigen Baumes verlangt den Einsatz eines grösseren Krans, der neben dem Brunnen bei der Gemeindeverwaltung platziert wird. Das abgeschnittene Material wird im Bereich der obersten Parkplätze der blauen Zone zwischendeponiert und dann gleichentags abtransportiert. Aus diesem Ablauf ergeben sich die folgenden Verkehrseinschränkungen: Der Herresrain ist den ganzen Tag, dh. ab 07.30 bis zirka 18 Uhr nicht durchgehend befahrbar, der Teil im Bereich der Gemeindeverwaltung ist für jeglichen Verkehr gesperrt. Die privaten Parkplätze vom Bijouteriegeschäft bis zur Gemeindeverwaltung sollten den ganzen Tag frei bleiben, ebenso die Parkplätze der blauen Zone. Die unterliegenden Liegenschaften sind den ganzen Tag zugänglich; die Zu- und Wegfahrt muss über die Vordere Gasse erfolgen. Das Kirchgässli ist ebenfalls komplet gesperrt. Wir bedauern diese Unannehmlichkeiten. In dringenden Fällen melden Sie sich bei der Equipe der Baumfäller (M. Kümin, 031 755 49 49). Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und grüssen Sie freundlich. Für den Kirchgemeinderat Präsident Sekretärin P.-A. Sydler A. Civelli

28. November 16, Fällung des

Schnurbaumes

Am 28. November wird nun der Schnurbaum gefällt. Mit einem Grossaufwand an Technik, Knowhow und Gerätschaften wird der stattliche Baum in Stücke gesägt und abtransportiert, dabei wird der Herresrain mindestens teilzeitig gesperrt und der Zugang zum Kirchgemeindehaus erschwert sein. Kirchhof und Kirche können während den Fällarbeiten nicht begangen werden. Im Sinne Hermann Hesses Gedicht „Der Blütenzweig“ wollen wir das Ende des Schnurbaumes begreifen: Der Blütenzweig Immer hin und wider Strebt der Blütenzweig im Winde, Immer auf und nieder Strebt mein Herz gleich einem Kinde Zwischen hellen und dunklen Tagen, Zwischen Wollen und Entsagen. Bis die Blüten sind verweht Und der Zweig in Früchten steht, Bis das Herz, der Kindheit satt, Seine Ruhe hat Und bekennt: voll Lust und nicht vergebens War das unruhvolle Spiel des Lebens. Hermann Hesse

Der Strunk kommt ganz weg

An ihrer Sitzung vom 11. November hat die Arbeitsgruppe beschlossen den Baumstrunk des Schnurbaumes samt Wurzeln zu entfernen. Die Idee aus dem Strunk ein Kunstwerk schaffen zu lassen wurde aus folgenden Gründen verworfen: Das Holz des Schnurbaumes ist grösstenteils krank. Ein Kunstwerk aus krankem Holz hätte nicht lange Bestand und sähe auch nicht befriedigend aus. Ein Kunstwerk aus dem kranken Holz des Schnurbaumes müsste man chemisch behandeln oder mit baulichen Massnahmen, z.B. einem Dach schützen. Diesen Aufwand erachtet die Arbeitsgruppe als zu gross. Ein toter Strunk ist nichts was Leben verheisst, sondern wäre ein bedrückendes Mahnmal, das an dieser Stelle unverhältnismässig viel Raum einnehmen würde. Ein Strunk oder ein Kunstwerk aus dem Strunk könnte einer künftigen Gestaltung der Lücke, die der Schnurbaum hinterlässt, empfindlich im Wege stehen.